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ein bisschen Wasanawan für Zuhause

Oktober 2026 - Halt geben in Zeiten des Wandels

Halt geben in Zeiten des Wandels

Schön, dass du wieder hier bist.


Während unserer Zeit in Sri Lanka haben wir Bilder, Begegnungen, Rezepte und Gedanken gesammelt. Einiges davon ist ganz alltäglich und gerade deshalb so wertvoll. Eine Berührung, eine bewusster Dehnübung, der Duft frisch gerösteter Gewürze oder ein Gedanke, der uns noch eine Weile begleitet.


Wir möchten diese kleinen Momente mit dir teilen. Nicht, weil wir glauben, dass es für alles eine Anleitung braucht. Sondern weil wir immer wieder erleben, wie gut es tut, sich Zeit zu nehmen und die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was gerade da ist.


Für diesen Oktober haben wir dir vier kleine Einblicke mitgebracht: eine ayurvedische Fußmassage mit Gihani, eine Atemübung mit Sampat, unser Kürbiscurry mit selbst gemachter Gewürzpaste von unseren Ladies und ein paar persönliche Gedanken über das Loslassen und darüber, was uns Halt geben kann.


Du musst dir nicht alles auf einmal anschauen. Bleib einfach dort ein wenig länger, wo es dich gerade hinzieht.


Vielleicht ist es ein Rezept, das du ausprobieren möchtest. Vielleicht eine kleine Übung für deinen Alltag. Oder ein Gedanke, den du mit in deinen Tag nimmst.


Wir wünschen dir Freude beim Entdecken und schöne kleine Momente nur für dich.


Herzlich aus Sri Lanka,


Silke, Lucky  und das Team der Wasanawan Villa

Eine kleine Auszeit für deine Füsse

Fußmassage mit Gihani


Deine Füße tragen dich durch den ganzen Tag. Sie leisten viel und bekommen oft erstaunlich wenig Aufmerksamkeit.


In der traditionellen ayurvedischen Lehre haben die Füße einen besonderen Stellenwert. Hier befinden sich zahlreiche Marma-Punkte – besondere Punkte, denen im Ayurveda Beachtung geschenkt wird.

Gihani zeigt dir, wie du dir mit einer einfachen Fußmassage selbst etwas Gutes tun kannst. Verwende dafür warmes Sesamöl oder etwas Ghee (geklärte Butter) – je nachdem, was dir besser gefällt oder deiner Haut guttut.


Besonders schön ist dieses kleine Ritual am Abend, wenn die Aufgaben des Tages erledigt sind. Nimm dir ein paar Minuten Zeit, massiere deine Füße in Ruhe und lass die Geschäftigkeit des Tages langsam hinter dir. Vielleicht trinkst du danach noch eine Tasse Tee – oder du gehst direkt ins Bett.


So wird aus einer einfachen Massage ein kleiner Übergang in die Ruhe. Ein Moment nur für dich, mit dem dein Tag ausklingen darf.

Den Morgen begrüßen

Eine kleine Dehnroutine mit Sampath

Manchmal ist man morgens noch gar nicht richtig wach, da beginnt der Kopf schon zu rattern. Die Gedanken sind längst beim Tag, obwohl man selbst noch gar nicht angekommen ist.


Wie wäre es, wenn du den Morgen einmal anders beginnst? Öffne das Fenster, lass frische Luft herein und atme tief durch. Strecke dich, hebe die Arme und spüre, wie dein Körper langsam wach wird.


Sampath zeigt dir eine einfache Dehnroutine, für die du weder viel Platz noch besondere Beweglichkeit brauchst. Zwei Minuten reichen, um dir selbst einen kleinen Moment zu schenken, bevor der Tag beginnt.


Einatmen. Strecken. Dehnen. Ankommen.



Vielleicht ist das ein schöner Anfang für deinen Tag.

Wenn das Leben ein bisschen strubbelig wird

Halt finden in Zeiten des Wandels


Auch unter unserem Mangobaum fallen manchmal die Blätter. Vor der Regenzeit sogar besonders viele. Die Natur verändert sich, manches wird losgelassen, anderes wächst nach.


Auch unser Leben kennt solche Zeiten. Tage, an denen vieles gleichzeitig passiert, Gedanken kreisen und wir uns nach ein bisschen Halt und Erdung sehnen.


Was mir in solchen Zeiten hilft, sind drei kleine Anker: Routinen, Regelmäßigkeit und Rituale.


Das müssen keine großen Dinge sein. Vielleicht hilft es dir, den Tag mit einem vertrauten Ablauf zu beginnen. Regelmäßig zu essen, zum Beispiel drei warme Mahlzeiten am Tag. Oder dir einen kleinen Moment nur für dich zu nehmen. Dinge, die sich wiederholen und uns daran erinnern: Ich bin da. Ich darf einen Schritt nach dem anderen machen.


Und wenn das alles einmal nicht gelingt? Dann sei nachsichtig mit dir. Du musst nicht jeden Tag alles schaffen. Fang einfach wieder von vorne an.

Auch ein Baum muss nicht jeden Tag gleich aussehen, um weiterzuwachsen.

Kürbiscurry aus Luckys Elternhaus

Ein traditionelles Rezept von Nana, Sriyani und Neeta

Neben der Wasanawan Villa steht Luckys  150 Jahre altes Elternhaus. Dort kochen Nana, Sriyani und Neeta in ihrer traditionellen Küche über dem Holzfeuer. Es wird geschnippelt, geröstet, gemörsert und gerührt – und zwischendurch wird viel gelacht. Die drei Frauen arbeiten Hand in Hand. Man spürt, dass Kochen hier mehr ist als die Zubereitung einer Mahlzeit: Es ist gemeinsames Tun, Erfahrung und Freude, die von einer Hand zur anderen weitergegeben wird.

Für dieses Kürbiscurry werden die Gewürze zunächst geröstet und anschließend im Steinmörser zu einer aromatischen Paste verarbeitet. Auch die Kokosmilch wird traditionell aus frisch geriebener Kokosnuss gewonnen. Das Rezept ist nach dem gefilmten Kochablauf zusammengestellt; einige Mengen sind bewusst als ungefähre Angaben notiert, weil sie beim Kochen nach Gefühl bestimmt wurden.

Zutaten für das Kürbiscurry

  • ½ Kürbis, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Handvoll Curryblätter
  • ca. 25 Bockshornkleesamen
  • Currypulver nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack
  • Kokosmilch – so viel, dass die Kürbisstücke bedeckt sind

Für die geröstete Gewürzpaste

  • 1 kleine Handvoll rohen Reis
  • ca. 15 Curryblätter
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Zimtstange
  • 2 Gewürznelken
  • 2 -3 Kardamomkapseln
  • ca. 15 schwarze Pfefferkörner
  • ca. 1 EL Bockshornkleesamen
  • Kokosraspeln (Menge nach Gefühl)
  • 1 Scheibe frischer Ingwer
  • ein paar Tropfen Wasser für den Steinmörser


In gut sortierten asiatischen Supermärkten oder im Internet bekommt man sri-lankische Gewürzpaste auch fertig zu kaufen.. 

Außerdem

Frisch geriebene Kokosnuss und Wasser, um Kokosmilch herzustellen. Beim ersten Auspressen entsteht die dicke Kokosmilch, beim zweiten Auspressen die dünnere Kokosmilch.

Du kannst auch Kokosmilch in der Dose oder im Beutel kaufen und nach Bedarf die erste dicke und die zweite dünnere Kokosmilch auf diese Art herstellen.

1. Den Kürbis vorbereiten

Den Kürbis aufschneiden, die Kerne und das faserige Innere entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel vorbereiten und die Curryblätter bereitlegen.

2. Die Gewürze im Tontopf anrösten

Den Tontopf über das Holzfeuer stellen. Zwiebel, eine Handvoll Curryblätter und die Bockshornkleesamen ohne Öl im Topf anrösten. Currypulver und Salz dazugeben. Unter Rühren rösten, bis sich die Aromen entfalten.

3. Den Kürbis köcheln lassen

Die Kürbisstücke in den Topf geben und gut mit den Gewürzen vermischen. Kokosmilch angießen, bis die Kürbisstücke bedeckt sind. Den Topf abdecken und den Kürbis sanft köcheln lassen, während die Gewürzpaste vorbereitet wird.

4. Die Gewürze trocken rösten

Den Reis in einer Pfanne trocken rösten, bis er leicht goldfarben ist. Kokosraspeln und Curryblätter dazugeben. Die Zimtstange in kleinere Stücke brechen und zusammen mit Bockshornkleesamen, Nelken, Kardamom und Pfefferkörnern rösten. Den Knoblauch ebenfalls dazugeben. Alles rösten, bis es duftet, aber nicht verbrennt. Der Ingwer wird nicht mitgeröstet, sondern später frisch hinzugefügt.

5. Die Gewürzpaste im Steinmörser herstellen

Die gerösteten Zutaten in den Steinmörser geben. Den frischen Ingwer hinzufügen und alles mit ein paar Tropfen Wasser zu einer kräftigen, möglichst feinen Paste zerstoßen.

6. Die Kokosmilch frisch auspressen

Die frisch geriebene Kokosnuss mit Wasser vermischen und mit den Händen auspressen. Der erste Ausdruck ergibt die dicke Kokosmilch, der zweite die dünnere. Die Gewürzpaste wird mit etwas von der dicken Kokosmilch vermischt.

7. Das Curry fertigstellen

Wenn der Kürbis fast gar ist, nach Bedarf etwas von der dünneren Kokosmilch hinzufügen. Zum Schluss die Gewürzpaste, vermischt mit der dicken Kokosmilch, unterrühren. Alles noch kurz und sanft köcheln lassen, bis der Kürbis gar ist und sich die Aromen verbunden haben.

Ein paar Worte zum Schluss

Was dieses Curry besonders macht, ist nicht nur die Mischung aus Kürbis, Kokosmilch und gerösteten Gewürzen. Es ist auch die Art, wie Nana, Sriyani und Neeta zusammenarbeiten: jede weiß, was zu tun ist, Hände greifen ineinander, und zwischen den einzelnen Schritten bleibt Raum für ein Lachen. So wird aus einem Rezept ein Stück gelebter Alltag in Sri Lanka.

Manchmal ist auch der Weg dorthin etwas Schönes.

Wir wünschen dir viel Freude beim Nachkochen und einen kleinen Hauch Sri Lanka in deiner Küche.

Jetzt interessiert uns wieder deine Meinung


Nach unserer ersten Ausgabe haben uns viele schöne Rückmeldungen erreicht. Wir haben jede einzelne gelesen und uns wirklich darüber gefreut. Es war schön zu erfahren, was euch berührt, woran ihr euch erinnert fühlt und was ihr aus unseren Briefen mit in euren Alltag nehmt.

Eine Rückmeldung ist mir besonders im Herzen geblieben. Eine ehemalige Gästin schrieb uns, dass sie beim Hören der Stimmen unserer Mitarbeitenden Gänsehaut bekommen habe – und sich sofort wieder zu Hause fühlte.


Genau das ist es, was wir uns für Wasanawan zu Hause wünschen: dass Erinnerungen lebendig werden, vertraute Stimmen ein Stück Sri Lanka zu euch bringen und auch im Alltag ein Gefühl von Nähe entstehen darf.


Nun ist unsere zweite Ausgabe da, und wir sind wieder neugierig auf deine Gedanken.

Was hat dir diesmal besonders gefallen? Was möchtest du gerne ausprobieren? Und was würdest du dir für eine der nächsten Ausgaben wünschen?


Eine Idee begleitet mich schon länger:

eine kleine fünftägige Achtsamkeitsbegleitung. Fünf Tage lang ein kleiner Impuls am Morgen – vielleicht eine Meditation, eine einfache Übung oder ein paar gesprochene Gedanken, die dich durch den Tag begleiten. Unkompliziert und alltagstauglich, vielleicht sogar während du dir morgens die Zähne putzt.

Wäre das etwas für dich?

Oder gibt es etwas ganz anderes, das du dir von uns wünschst?

Schreib uns gerne zurück. Wir lesen deine Nachricht mit Interesse und offenem Herzen. Denn Wasanawan zu Hause soll nicht einfach ein Brief sein, den du einmal im Monat erhältst. Es soll etwas entstehen, das dich begleitet, inspiriert und mit uns verbindet – ganz gleich, ob du schon bei uns warst oder uns erst noch kennenlernen möchtest.

Wir freuen uns, von dir zu hören.

Von Herzen

Silke, Lucky  und das Team der Wasanawan Villa

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