Newsletter 1 -
ein bisschen Wasanawan für Zuhause
September 2026 - Ankommen
Ankommen
Als wir unser kleines Booklet „Der Weg geht weiter“ entwickelt haben, war uns eines besonders wichtig:
Dass das, was hier in der Wasanawan Villa beginnt, nicht einfach mit der Abreise endet.
Denn wir wissen, wie es ist, nach einer besonderen Zeit wieder nach Hause zu kommen. Der Alltag wartet. Termine, Arbeit, Familie, Verpflichtungen. Und manchmal dauert es gar nicht lange, bis die kleinen Dinge, die man sich eigentlich bewahren wollte, wieder in den Hintergrund rücken.
Deshalb ist „ein bisschen Wasanawan für Zuhause“ entstanden.
Ein monatlicher kleiner Moment, der dich an die Wasanawan Villa erinnert.
Nicht als neues Programm.
Nicht als weitere Aufgabe für deinen Alltag.
Sondern als Einladung, immer wieder einmal innezuhalten und ein kleines Stück von dem mitzunehmen, was uns hier wichtig ist.
Für Menschen, die schon bei uns waren und ein Stück dieser besonderen Zeit mit nach Hause nehmen möchten.
Für Menschen, die Wasanawan erst entdecken und sich auf ihren eigenen Aufenthalt freuen.
Und für alle, für die Sri Lanka im Moment ein ferner Wunsch bleibt – und die trotzdem neugierig sind auf Ayurveda, auf unser Leben hier und auf kleine Impulse, die sich auch zu Hause umsetzen lassen.
Ganz egal, wo du gerade stehst – du bist hier willkommen.
Einmal im Monat möchten wir dir ein kleines Stück Wasanawan mit nach Hause geben.
Keine großen Vorsätze.
Kein „Du solltest“.
Sondern kleine Dinge, die sich in ein ganz normales Leben einfügen lassen:
Eine kleine Selbstmassage.
Ein paar Minuten für deinen Atem.
Ein Rezept aus unserer Küche.
Ein Einblick in unser Leben hier.
Oder einfach ein Gedanke, der dich für einen Moment innehalten lässt.
Manchmal sind es nur zwei oder drei Minuten, die wir uns selbst schenken.
Am Morgen, bevor der Tag beginnt.
Am Abend, wenn es wieder stiller wird.
Oder einfach zwischendurch, wenn ein kleiner Moment für dich möglich ist.
Ankommen bedeutet nicht immer, irgendwo anzukommen.
Manchmal bedeutet es, wieder ein kleines Stück bei sich selbst anzukommen.
Schön, dass du da bist.
Eine kleine Kopfmassage für dich
Gihani zeigt dir in diesem Video eine einfache Kopfmassage, die du ganz leicht in deinen Alltag integrieren kannst.
Besonders schön ist sie am Morgen, bevor der Tag richtig beginnt. Nimm dir ein paar Minuten Zeit, massiere das Öl sanft in Kopfhaut und Haaransatz ein und lass es anschließend etwa 30 Minuten einwirken, bevor du deine Haare wäschst.
Auch beim Öl darf es ganz unkompliziert sein:
Wenn du dich eher als jemand empfindest, dem schnell kalt ist, kannst du Sesamöl verwenden. Wenn du dich eher schnell warm fühlst, bietet sich Kokosöl an. Beides findest du wahrscheinlich ganz einfach in der Küche.
Du musst daraus kein tägliches Ritual machen. Zwei- oder dreimal in der Woche ein paar Minuten reichen völlig aus.
Vielleicht wird daraus eine kleine Gewohnheit, die du gerne mit nach Hause nimmst.
Probier es einfach einmal aus. Ganz in deinem Tempo.
Die Wechselatmung für einen ruhigen Start in den Tag
Stell dir vor, du sitzt morgens auf der Bettkante. Der Tag hat noch nicht richtig begonnen. Noch gibt es nichts zu erledigen. Nur ein paar Minuten für dich.
Sampath lädt dich ein, diese Zeit mit einer einfachen Atemübung zu beginnen: Anuloma Viloma – der Wechselatmung.
Dabei atmest du abwechselnd durch das linke und das rechte Nasenloch:
Einatmen links → ausatmen rechts → einatmen rechts → ausatmen links.
Damit ist eine Runde abgeschlossen. Du kannst diese Übung zwei-, drei- oder auch fünfmal wiederholen – ganz in deinem eigenen Tempo.
Du musst nichts leisten und nichts erzwingen. Lass deinen Atem ruhig und angenehm fließen und nimm wahr, wie du dich dabei fühlst.
Sampath nennt es „Happiness Time“.
Vielleicht machst du diese wenigen Minuten zu einem kleinen Ritual am Morgen – noch bevor der Alltag dich erreicht.
Relax your mind.
Relax your body.
Parippu ist Liebe
So kochen wir Parippu in der Wasanawan Villa
Parippu – Linsen-Dal – gehört für alle Sri-Lanker zu einem traditionellen Reis-und-Curry-Essen einfach dazu.
Und obwohl die Zutaten überschaubar sind, hat jede Familie ihr eigenes Rezept. Jede Frau kocht ein bisschen anders. Ein bisschen mehr davon, ein bisschen weniger davon – und am Ende schmeckt es nach Zuhause.
Heute kochen wir es so, wie wir es in der Wasanawan Villa machen.
Wir nehmen dich mit in unsere Küche. Und unsere Ladies Neeta, Sriani und Nana zeigen dir, wie Parippu bei uns - in Luckys 150 Jahre alte, Elternhaus - zubereitet wird.
Gekocht wird dort noch auf dem Holzfeuer. Und für unser Parippu sogar mit Zimtholz, weil es so einfach am Besten schmeckt.
Schau den Ladies über die Schulter – und wenn du möchtest, kannst du es anschließend zuhause selbst ausprobieren.
PARIPPU – UNSER REZEPT
Für etwa 5 Personen
Die Mengen sind bewusst ungefähr. Denn unsere Ladies kochen nicht mit Waage und Messbecher. Sie schauen, fühlen, probieren – und wissen einfach, wann es passt.
· ca. 1 Tasse Parippu / rote Linsen
· 1 Zwiebel
· 2 Knoblauchzehen
· 2 Zweige Curryblätter
· etwas Kurkuma
· etwas Zimt
· eine kleine Prise Chili
· Salz nach Geschmack
· ca. ½ Teelöffel Öl
· Wasser
· Kokosmilch
Für zuhause
Curryblätter bekommst du in gut sortierten Asia-Läden. Kokosmilch gibt es als fertiges Produkt in Dosen. Je nach gewünschter Konsistenz kannst du sie mit Wasser verdünnen.
1. DIE LINSEN WASCHEN
Das Parippu wird bei uns sechsmal gewaschen.
Wasser dazugeben, die Linsen gründlich waschen, das Wasser abgießen – und wieder von vorne.
Sechsmal.
2. ALLES KOMMT IN DEN TOPF
Zwiebel, Knoblauch und Curryblätter kommen zu den Linsen.
Dazu etwas Kurkuma, Zimt, eine kleine Prise Chili und Salz.
Ein kleiner Schuss Öl.
Dann wird Wasser dazugegeben, bis die Linsen gut bedeckt sind.
Alles einmal verrühren.
3. AB AUFS HOLZFEUER
Jetzt kommt der Topf aufs Feuer.
Bei uns wird mit Zimtholz gekocht.
Langsam beginnt das Parippu zu köcheln. Zwischendurch wird immer wieder umgerührt.
Währenddessen wird die Kokosmilch vorbereitet.
4. DIE KOKOSNUSS
Bei uns wird dafür eine frische Kokosnuss geraspelt.
Die Kokosraspel werden mit Wasser vermischt und anschließend ausgedrückt. Die erste Flüssigkeit ist die dickere Kokosmilch.
Danach wird derselbe Vorgang noch einmal wiederholt. So entsteht eine dünnere Kokosmilch.
Für zuhause darf es natürlich einfacher sein:
Kokosmilch aus der Dose verwenden und bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnen.
5. JETZT BRAUCHT ES EIN BISSCHEN GEDULD
Das Parippu köchelt weiter, bis die Linsen weich und gar sind.
Zwischendurch wird immer wieder gerührt.
Wenn die Linsen gar sind, kommt zuerst die dickere Kokosmilch dazu.
Umrühren und kurz weiterziehen lassen.
Anschließend kannst du mit der dünneren Kokosmilch oder etwas Wasser die Konsistenz bestimmen.
Cremiger oder etwas flüssiger – ganz so, wie du dein Parippu am liebsten magst.
Noch einmal umrühren.
Fertig.
Ankommen hat keinen festen Plan.
Jeder Mensch kommt anders an.
Manche brauchen Bewegung, andere Ruhe.
Manche möchten erst einmal alles entdecken, andere ziehen sich zurück.
Und vielleicht ist es mit dem Ankommen bei sich selbst genauso.
Wir müssen die Antwort nicht immer nur im Außen suchen.
Vielleicht dürfen wir uns öfter fragen:
Wer bin ich eigentlich gerade?
Was will ich?
Was brauche ich?
Was tut mir gut?
Und dann unseren eigenen Weg gehen.
Nicht den schnellsten.
Sondern unseren.
Und jetzt interessiert uns deine Meinung.
„Wasanawan für Zuhause“ ist neu – und wir möchten es gemeinsam mit dir entwickeln.
Wie gefallen dir die Inhalte dieser ersten Ausgabe?
Ist etwas dabei, das dich besonders anspricht oder das du gerne ausprobieren möchtest?
Und vor allem: Was würdest du dir für die nächsten Ausgaben wünschen?
Mehr einfache Ayurveda-Rituale für zuhause?
Mehr Rezepte aus unserer Küche?
Mehr Bewegung?
Mehr persönliche Gedanken?
Oder etwas ganz anderes?
Schreib uns. Wir freuen uns wirklich, von dir zu hören.
